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Es ist wie beim Brillenkauf – auch bei Bilderrahmen kann man aus verschiedenen Glasarten wählen. Wenn es um eine neue Brille geht, nimmt man gern das beste: super-entspiegelt, reflexfrei und kratzfest (bei Kunststoffgläsern). Aber ist das bei Bilderrahmen auch so? Antireflexglas ist auch hier teurer, aber ist es auch besser?
Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten – es kommt darauf an. Das in der Regel bei Rahmen verwendete Antireflexglas ist durch Microätzung der Oberfläche hergestellt. D.h. die Glasoberfläche ist leicht matt. Durch diese Mattierung werden Reflexionen vermindert, aber das Glas ist auch nicht so klar, wie Normalglas. Wenn z.B. ein Abstand zwischen Bild und Glas besteht, wie es beim Einsatz von Passepartouts der Fall ist, kann die Wirkung des Bildes daher beeinträchtigt werden.
Man sollte daher Antireflexglas nur dann vorziehen, wenn das Bild in hellen Räumen aufgehängt wird, wo es sonst zu starken Reflexionen kommen würde. Andernfalls ist Normalglas die bessere Wahl.
Es gibt aber noch eine Alternative bei Antireflexglas, die die genannten Nachteile nicht aufweist. Bei dieser Glasart erfolgt die Entspiegelung interferenzoptisch, ein Verfahren, dass auch bei Brillengläsern eingesetzt wird. Das Glas ist dadurch vollständig klar und farbtreu und es sind dennoch nahezu keine Reflexe sichtbar. Solches Glas ist natürlich besonders teuer, der Einsatz kann sich aber beim Einrahmen von hochwertigen Originalen auszahlen. Wenn man einen individuellen Bilderrahmen bei einem Einrahmer anfertigen lässt, kann man in der Regel auch auf diese Glassorte zurückgreifen.
