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Oft wird dem Bilderrahmen weniger Beachtung geschenkt als dem Bild, das in ihm ist. Dabei ist der Rahmen ein wichtiges Element, das die Wirkung des Bildes zusätzlich unterstützt. Besonders aufwändige und schöne Bilderrahmen sind Barockrahmen. Früher wurden sie noch in mühevoller Handarbeit geschnitzt – heute übernehmen das Maschinen. Dennoch haben auch neue Barockrahmen ihren typischen pompösen Charme.

Beschädigungen an alten Rahmen sollte man besser nicht selbst vornehmen, sondern den Rahmen einem Restaurations-Werkstatt anvertrauen.

Da der Kauf von alten Barockrahmen fast unerschwinglich ist, setzen viele auf neue Bilderrahmen im Barockstil. Doch ihnen fehlt das gewisse Etwas, wie Farbabrieb, Gebrauchsspuren und Patina. Im Handel sind auf alt getrimmte Bilderrahmen erhältlich, aber man kann einen neuen, glänzenden Barockrahmen auch mit einfachen Mitteln selbst altern lassen. Mit herkömmlicher Wasserfarbe mischt man sich mit Braun und Schwarz eine satte Farbe an. Diese trägt man mit einem Schwamm auf den Bilderrahmen auf. Die Farbe sollte dafür nicht zu wässrig sein, sondern so, dass sie auch deckt. Dieser „Anstrich“ muss nun trocknen und kann danach mit Stahlwolle vorsichtig abgerieben werden. Der goldene Untergrund kommt dadurch wieder hervor. Wie viel Sie durchschimmern lassen wollen, entscheiden Sie selbst. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, wird der Wasserfarbanstrich mit einem klaren Mattlack fixiert.

Wer einen echten antiken Bilderrahmen kaufen möchte, sei es bei einem Antiquitätenhändler oder auf dem Trödelmarkt, der sollte sich ganz besonders die Rückseite des Rahmens anschauen.

Um einen antiken Bilderrahmen zu erkennen, sollte man über frühere Verarbeitungsweisen Bescheid wissen. So wurden in früheren Zeiten Bilderrahmen niemals zusammen getackert, so wie es heute bei günstigen Rahmen der Fall ist. Diese wurden geleimt. Auch die Aufhängungen geben Aufschluss, ob man es mit einer Antiquität zu tun hat. Da diese aus Metall sind, sind diese entweder angerostet (Eisen) oder mit einer Patina (Messing) überzogen, also angelaufen und nicht mehr blank.

Das rückwärtige Holz ist dunkel und sieht nicht frisch aus, wie bei neuen Rahmen.

Ist der Rahmen ein Lackrahmen findet man häufig Oberflächenrisse im Lack. Ein neuer Rahmen hat diese Risse nicht. Ist das Profil bei verzierten Profilen wie bei einem Barockrahmen beschädigt. So sind diese Beschädigungen in der Regel nicht hell, sondern durch das Alter und Staub verschmutzt und dunkel, ebenso die Rillen in Ornamenten. Es sei denn, diese Beschädigung ist erst kürzlich entstanden.

Goldverzierungen oder vergoldete Rahmen sehen ebenfalls nicht blank aus, sondern matt bis recht dunkel aus – je nach Qualität der Vergoldung.

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