Vom 18. bis zum 21. September 2009 findet die erst kürzlich entstandene und doch schon so erfolgreiche Bilderrahmen-Messe in Bad Salzuflen statt. Auf dem Internetportal der „art fair europe“ spricht man von einer europäischen Qualitätsmesse für Rahmen und Bilder und das aus gutem Grund. Dort ist der Treffpunkt aller Kunstbegeisterten, wie Einkäufer, Wiederverkäufer und alle, die mit diesem Metier zu tun haben und so findet man dort auch nur Menschen mit gleichen Interessen.

Trotz der wirtschaftlichen Krise ist ein Abfallen des Interesses hier nicht spürbar. Über 170 Aussteller stellen ihre Produkte vor. Diese Palette ist mehr als umfassend und erstreckt sich sowohl über Original-Bilder, Kunstdrucke und Grafiken, bis hin zu den verschiedensten Bilderrahmen, Einrahmzubehör, Maschinen, Passepartouts oder auch Glas. Auf der Homepage wird nicht ohne Stolz berichtet, dass bei ihren innovativen Ausstellern nichts von der Wirtschafskrise zu spüren ist und das an sich ist schon ein hervorragendes Zeichen. Das lässt sich auch mühelos an den Besucherzahlen festmachen. Über 3000 Fachbesucher aus 40 unterschiedlichen Nationen in den vergangenen Jahren, konnte diese Bilderrahmen-Messe verbuchen.

Die Aussteller selber kamen aus mehr als 15 Nationen, um interessiert neue Kontakte knüpfen zu können. Dazu ist auch der Standort Bad Salzuflen besonders günstig. Alleine 6 Flughäfen und die unmittelbare Nähe der A2 macht das Erreichen dieser Messe spielend leicht. Das Rahmenprogramm und die Organisation lässt das Herz jedes Besuchers höher schlagen. Interessante Vortragsreihen, Messekatalog, zentrales Catering, eigener Messeshuttle, freier Eintritt für Fachbesucher und über 3000 Parkplätze sorgen für eine professionelle und entspannte Atmosphäre. Man findet auch eine ganze Anzahl von Online- Partnern, die ihre Bilder und Bilderrahmen auch auf dieser Bilderrahmen-Messe vorstellen und so gelangen viele Bilder schnell an einen Privatkunden.

Die digitalen Bilderrahmen weisen in der Regel noch keine besonders hohe Auflösung auf, benötigen immer noch ein Netzkabel und sind auch in sonstiger Hinsicht noch deutlich verbesserungswürdig. Trotzdem gibt es bereits „Produktverbesserungen“, die nicht unbedingt nötig erscheinen.

Die Firma Parrot hat jetzt zum Beispiel einen Bilderrahmen vorgestellt, der eine eigene Telefonnummer besitzt und MMS-Nachrichten von Mobiltelefonen empfangen kann. So können Schnappschüsse, die unterwegs mit dem Kamera-Handy aufgenommen werden, direkt an den Bilderrahmen gesendet werden. Die Qualität der Bilder dürfte bei gängigen Handykameras mit Fixfokus, 1-2 Megapixel und evtl. noch verschmierter Linse nicht überwältigend sein.  Aber vermutlich wird auch dieses Produkt seine Käufer finden …

Es ist wie beim Brillenkauf – auch bei Bilderrahmen kann man aus verschiedenen Glasarten wählen. Wenn es um eine neue Brille geht, nimmt man gern das beste: super-entspiegelt, reflexfrei und kratzfest (bei Kunststoffgläsern). Aber ist das bei Bilderrahmen auch so? Antireflexglas ist auch hier teurer, aber ist es auch besser?

Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten – es kommt darauf an. Das in der Regel bei Rahmen verwendete Antireflexglas ist durch Microätzung der Oberfläche hergestellt. D.h. die Glasoberfläche ist leicht matt. Durch diese Mattierung werden Reflexionen vermindert, aber das Glas ist auch nicht so klar, wie Normalglas. Wenn z.B. ein Abstand zwischen Bild und Glas besteht, wie es beim Einsatz von Passepartouts der Fall ist, kann die Wirkung des Bildes daher beeinträchtigt werden.

Man sollte daher Antireflexglas nur dann vorziehen, wenn das Bild in hellen Räumen aufgehängt wird, wo es sonst zu starken Reflexionen kommen würde. Andernfalls ist Normalglas die bessere Wahl.

Es gibt aber noch eine Alternative bei Antireflexglas, die die genannten Nachteile nicht aufweist. Bei dieser Glasart erfolgt die Entspiegelung interferenzoptisch, ein Verfahren, dass auch bei Brillengläsern eingesetzt wird. Das Glas ist dadurch vollständig klar und farbtreu und es sind dennoch nahezu keine Reflexe sichtbar. Solches Glas ist natürlich besonders teuer, der Einsatz kann sich aber beim Einrahmen von hochwertigen Originalen auszahlen. Wenn man einen individuellen Bilderrahmen bei einem Einrahmer anfertigen lässt, kann man in der Regel auch auf diese Glassorte zurückgreifen.

Viele Hobbyfotografen beschäftigen sich intensiv mit ihren Bildern. Es wird nicht einfach drauflos geknipst, sondern häufig erfordert ein Foto auch gute Vorbereitung. Man testet verschiedene Perspektiven aus oder verschiedene Tageszeiten, damit das Motiv auch im richtigen Licht erscheint. Anschließend wird das Bild noch digital nachbearbeitet. Es wird beschnitten, der Weißabgleich wird eingestellt. Die Farben werden korrigiert und Fehler im Bild werden retuschiert.

Über diesen ganzen Prozess wird viel geschrieben und diskutiert, allerdings kaum über das, was danach kommt. Das Foto, dem man so viel Zeit gewidmet hat, soll nicht einfach auf der Festplatte vergessen werden, sondern am besten in der Wohnung präsentiert werden.

Wie man das macht, z.B. selbst ein Passepartout auszuschneiden, dazu gibt es auf der Website von Elmar Baumann eine hervorragende Anleitung. (Übrigens auch eine der besten Seiten für den Einsteiger in die Fotografie). Weiterführende Informationen über Bilderrahmen und zum Einrahmen findet man hier.