Besondere Bilder brauchen besondere Rahmen. Egal ob es sich um einen sorgfältig ausgewählten Kunstdruck handelt, ein selbst gemaltes Werk oder eine Fotographie, die einen besonders lieben Menschen zeigt. Sie alle haben es verdient, in Szene gesetzt zu werden. Gerade nostalgische Motive oder alte, sepiafarbene Fotos erhalten durch einen Bilderrahmen im Jugendstil den Glanz des Unvergänglichen.

Schon die Mode um 1900 war extravagant, ein wenig bizarr, in grün und lila oder blau mit großen Tupfen. Und auch in der Kunst ebnete der Jugendstil den Weg für die Moderne. Denn Kunst sollte nicht mehr nur in Ateliers stattfinden, sondern bedeutete nun auch die extravagante oder verspielte Gestaltung von Alltagsgegenständen. Zweckmäßiges durfte und sollte schön sein. Auf Hausfassaden und an Gebrauchsgegenständen fanden sich dekorativ geschwungene Linien und Elemente aus der Pflanzenwelt. Asymmetrisches hielt seinen Siegeszug durch Europa. Die Bezeichnung Jugendstil entspringt übrigens der illustrierten Kulturzeitschrift „Jugend“, die 1896 in München gegründet wurde.

Jugendstil, das war vor allem eine Abkehr vom Altgewohnten. Es sollten nicht mehr historische Vorbilder imitiert, sondern etwas ganz Neues geschaffen werden. Das Ergebnis war weniger schwulstig und üppig, dafür nobel elegant. Wenn wir heute einen original Jugendstil Bilderrahmen erstehen können, zum Beispiel aus edler Bronze, weist er zumeist eine schöne Patina auf. Gibt es dazu das damals übliche gewölbte Glas, kommen Fotos oder eine exklusive Handarbeit, auf besondere Weise zur Geltung. Am stilvollsten wirkt natürlich ein Gemälde von Gustav Klimt im Jugendstilrahmen. Denn kein anderer Künstler gab dieser Epoche einen solch bezaubernd-sinnlichen Ausdruck.