Sie sind neu, sie sind schick, jeder will sie haben … aber auch die zusätzlichen Stromkosten in der Jahresendabrechnung? Der TÜV Rheinland empfiehlt, beim Kauf eines Digitalen Bilderrahmens mit auf den Stromverbrauch zu achten. Leicht können hier 3 – 17 Watt pro Stunde zusammenkommen, gefressen von den kleinen „Galeristen“. Zwischen 24 und 27 Zentimeter Bildschirmdiagonale verbrauchen etwa 17 Watt. Bei kleineren Bilderrahmen können Sie mit 3 bis 12 Watt rechnen.

Gut wäre es, wenn das Gerät über einen Ausschalter und über einen Standby-Modus verfügt. Aber noch besser ist es für jedes Gerät ohnehin, nachts, während der Arbeit oder vor allem bei längerer Abwesenheit den Stecker zu ziehen.

Eine hübsche Idee ist es allerdings, dass manche Geräte über einen Timer verfügen, der den Rahmen dann von selbst ausschaltet, zum Beispiel der Philips SPF2017. Andere Geräte wiederum, wie der Samsung SPF-105P, bieten sogar eine Energiesparfunktion. Vielleicht abends zwei Stunden in Betrieb genommen, bleiben die Energiekosten sicher überschaubar und günstig.

Letzten Herbst testete die Stiftung Warentest Digitale Bilderrahmen hinsichtlich ihres Stromverbrauchs. In der Kategorie 6 – 8 Zoll schnitten hier besonders gut ab der Philips SPF4008, der Philips SPH 8008 und der Transcend PF730B26B. Sie erreichten ein Qualitätsurteil unter 2,0.

Wer im Landhausstil eingerichtet ist und diesem Stil treu bleiben will, wird auch traditionelle Bilderrahmen wählen. Oder vielleicht soll ein alter oder alt wirkender Rahmen als gewollter Stilbruch einer modernen Wohnlandschaft Spannung verleihen? Schließlich ist der morbide Charme von altem Holz ein echter Hingucker.

Natürlich ist der Flohmarkt oder Trödelmarkt eine wahre Fundgrube für Bilderrahmen jeglicher Machart. Meist noch mit einem herzerweichend kitschigen Schinken darin. Aber warum nicht einmal einen neuen Rahmen selbst bearbeiten, um ihn „alt aussehen zu lassen“? Dazu werden zunächst benötigt: Ein Hammer, ein Nagel und ein Messer.

Um die üblichen „Gebrauchsspuren“ zu erzeugen, werden mit dem Hammer zunächst vorsichtig Dellen in den Rahmen geschlagen. Mit Hammer und Nagel entstehen anschließend „Wurmlöcher“, bevor mit dem Messer Risse und Kratzer eingekerbt werden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Nun folgt das Beizen mit einer Rustikalbeize, die dem Holz einen speziellen Antikeffekt verleiht. Zu Beginn wird das Holz mit wenig Wasser eingepinselt, denn das leicht gequollene Holz nimmt die Beize besser an. Diese wird dann folgender Maßen aufgebracht: Beize zunächst mit einem dicken Pinsel in langen, gleichmäßigen Strichen entlang der Holzstruktur auftragen, ein weiteres Mal quer zur Faser und dann nochmalig mit der Faser zügig auftragen. Nach kurzer Einwirkzeit muss überschüssige Beize mit einem Pinsel oder Schwamm abgenommen werden, damit sich keine „Straßen“ bilden. Nachdem der Auftrag über Nacht getrocknet ist, wird der Rahmen geschliffen, eventuell grundiert (dann nochmal kurz anschleifen) und mit einem Holzlack überstrichen. Natürlich wird nach jedem Schleifgang gründlich entstaubt.

Und sollte der Hobbybastler an dieser Arbeit Gefallen finden und nach einer Verwendungsmöglichkeit der Beize- und Farbreste suchen, lassen sich diese Tipps jederzeit auf alte oder neue Möbelstücke übertragen.

Gibt es ein Material, aus dem sich kein Bilderrahmen fertigen ließe? Wohl kaum. Neben den üblichen Einfassungen aus Holz, Bronze, Silber, Alu, Kunststoff und Co. finden sich auch Leder, Bambus, Keramik und sogar Pappmache.

Wenn es um Fotographien geht, eignen sich stilvolle Glasrahmen mit ihrer transparenten Charakteristik besonders. Die Vielfalt daran ist ungeahnt groß. Zwar ist das Trägermaterial, also Glas, immer das Gleiche, doch die Verziehrungen können verspielt, nobel, schlicht oder extravagant sein. Farben und Ziselierungen spielen eine Rolle, aber auch Chatons. Das sind vom Goldschmied gefertigte Metallkonstruktionen, die Glas- oder Steinelemente einfassen. Auch Metallornamente sind zu finden. Funkelnde Strasssteine verleihen dem Arrangement etwas Lichthaftes.

Wunderschön romantisch berühren Bilderrahmen im Millefiori-Stil unser Herz. Diese  zarten Blüten aus Glas in ihren leuchtenden Farben und immer wieder neuen, individuellen Formen, wurden schon bei Ausgrabungen gefunden und dem Zeitalter der Merowinger (400 – 750 n.Chr.) zugeordnet. Und doch hat ihre Ausstrahlung nichts an Reiz verloren. Auch Glasträger mit geometrisch gestaltetem Muranoglas ist ein schmuckes Gestaltungselement der Wohnräume. Und so harmoniert die Schönheit des unvergesslichen Moments, der da festgehalten wurde, perfekt mit der Ausdruckskraft des Rahmens.

Diese Vielfalt ermöglicht es kreativen Geistern, ihre Gefühle für die abgelichtete Person perfekt zum Ausdruck zu bringen. Sagen nicht ein Engel, ein Teddybär oder gar Herzen auf dem Rahmen mehr als tausend Worte?

Besondere Bilder brauchen besondere Rahmen. Egal ob es sich um einen sorgfältig ausgewählten Kunstdruck handelt, ein selbst gemaltes Werk oder eine Fotographie, die einen besonders lieben Menschen zeigt. Sie alle haben es verdient, in Szene gesetzt zu werden. Gerade nostalgische Motive oder alte, sepiafarbene Fotos erhalten durch einen Bilderrahmen im Jugendstil den Glanz des Unvergänglichen.

Schon die Mode um 1900 war extravagant, ein wenig bizarr, in grün und lila oder blau mit großen Tupfen. Und auch in der Kunst ebnete der Jugendstil den Weg für die Moderne. Denn Kunst sollte nicht mehr nur in Ateliers stattfinden, sondern bedeutete nun auch die extravagante oder verspielte Gestaltung von Alltagsgegenständen. Zweckmäßiges durfte und sollte schön sein. Auf Hausfassaden und an Gebrauchsgegenständen fanden sich dekorativ geschwungene Linien und Elemente aus der Pflanzenwelt. Asymmetrisches hielt seinen Siegeszug durch Europa. Die Bezeichnung Jugendstil entspringt übrigens der illustrierten Kulturzeitschrift „Jugend“, die 1896 in München gegründet wurde.

Jugendstil, das war vor allem eine Abkehr vom Altgewohnten. Es sollten nicht mehr historische Vorbilder imitiert, sondern etwas ganz Neues geschaffen werden. Das Ergebnis war weniger schwulstig und üppig, dafür nobel elegant. Wenn wir heute einen original Jugendstil Bilderrahmen erstehen können, zum Beispiel aus edler Bronze, weist er zumeist eine schöne Patina auf. Gibt es dazu das damals übliche gewölbte Glas, kommen Fotos oder eine exklusive Handarbeit, auf besondere Weise zur Geltung. Am stilvollsten wirkt natürlich ein Gemälde von Gustav Klimt im Jugendstilrahmen. Denn kein anderer Künstler gab dieser Epoche einen solch bezaubernd-sinnlichen Ausdruck.

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