Die digitalen Bilderrahmen weisen in der Regel noch keine besonders hohe Auflösung auf, benötigen immer noch ein Netzkabel und sind auch in sonstiger Hinsicht noch deutlich verbesserungswürdig. Trotzdem gibt es bereits “Produktverbesserungen”, die nicht unbedingt nötig erscheinen.

Die Firma Parrot hat jetzt zum Beispiel einen Bilderrahmen vorgestellt, der eine eigene Telefonnummer besitzt und MMS-Nachrichten von Mobiltelefonen empfangen kann. So können Schnappschüsse, die unterwegs mit dem Kamera-Handy aufgenommen werden, direkt an den Bilderrahmen gesendet werden. Die Qualität der Bilder dürfte bei gängigen Handykameras mit Fixfokus, 1-2 Megapixel und evtl. noch verschmierter Linse nicht überwältigend sein.  Aber vermutlich wird auch dieses Produkt seine Käufer finden …

Es ist wie beim Brillenkauf – auch bei Bilderrahmen kann man aus verschiedenen Glasarten wählen. Wenn es um eine neue Brille geht, nimmt man gern das beste: super-entspiegelt, reflexfrei und kratzfest (bei Kunststoffgläsern). Aber ist das bei Bilderrahmen auch so? Antireflexglas ist auch hier teurer, aber ist es auch besser?

Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten – es kommt darauf an. Das in der Regel bei Rahmen verwendete Antireflexglas ist durch Microätzung der Oberfläche hergestellt. D.h. die Glasoberfläche ist leicht matt. Durch diese Mattierung werden Reflexionen vermindert, aber das Glas ist auch nicht so klar, wie Normalglas. Wenn z.B. ein Abstand zwischen Bild und Glas besteht, wie es beim Einsatz von Passepartouts der Fall ist, kann die Wirkung des Bildes daher beeinträchtigt werden.

Man sollte daher Antireflexglas nur dann vorziehen, wenn das Bild in hellen Räumen aufgehängt wird, wo es sonst zu starken Reflexionen kommen würde. Andernfalls ist Normalglas die bessere Wahl.

Es gibt aber noch eine Alternative bei Antireflexglas, die die genannten Nachteile nicht aufweist. Bei dieser Glasart erfolgt die Entspiegelung interferenzoptisch, ein Verfahren, dass auch bei Brillengläsern eingesetzt wird. Das Glas ist dadurch vollständig klar und farbtreu und es sind dennoch nahezu keine Reflexe sichtbar. Solches Glas ist natürlich besonders teuer, der Einsatz kann sich aber beim Einrahmen von hochwertigen Originalen auszahlen. Wenn man einen individuellen Bilderrahmen bei einem Einrahmer anfertigen lässt, kann man in der Regel auch auf diese Glassorte zurückgreifen.

Viele Hobbyfotografen beschäftigen sich intensiv mit ihren Bildern. Es wird nicht einfach drauflos geknipst, sondern häufig erfordert ein Foto auch gute Vorbereitung. Man testet verschiedene Perspektiven aus oder verschiedene Tageszeiten, damit das Motiv auch im richtigen Licht erscheint. Anschließend wird das Bild noch digital nachbearbeitet. Es wird beschnitten, der Weißabgleich wird eingestellt. Die Farben werden korrigiert und Fehler im Bild werden retuschiert.

Über diesen ganzen Prozess wird viel geschrieben und diskutiert, allerdings kaum über das, was danach kommt. Das Foto, dem man so viel Zeit gewidmet hat, soll nicht einfach auf der Festplatte vergessen werden, sondern am besten in der Wohnung präsentiert werden.

Wie man das macht, z.B. selbst ein Passepartout auszuschneiden, dazu gibt es auf der Website von Elmar Baumann eine hervorragende Anleitung. (Übrigens auch eine der besten Seiten für den Einsteiger in die Fotografie). Weiterführende Informationen über Bilderrahmen und zum Einrahmen findet man hier.

Ein richtig gutes Foto sollte immer mit einem Passepartout gerahmt werden, sonst kann es nicht richtig wirken. Aber was ist das genau?

Ein Passepartout besteht aus einem Spezialkarton, der ca. 2 mm stark ist. In diesen ist ein Ausschnitt für das Bild geschnitten. Dabei sind die Schnittkanten schräg (45 Grad), so dass man diese direkt sieht. Wenn das Passepartout nicht weiss ist, treten die weißen Schnittkanten besonders hervor, was einen interessanten Effekt ergibt.

Wirkung

Das Passepartout tritt zwischen Bild und Rahmen und gibt dem Bild dadurch zusätzlich Raum. Wird zum Beispiel ein farbiger oder sehr breiter Rahmen verwendet, kann das den Bildeindruck stören. Durch den Passepartoutrand wird daher ein Abstand geschaffen und das Bild kann besser wirken.

Farblich sollte das Passepartout besser in den Hintergrund treten. Gedämpfte Weißtöne (kein grelles Weiß) sind fast immer eine gute Wahl. Man kann jedoch im Passepartout auch eine Farbe aus dem Bild aufgreifen. Das sollte dann aber auf keinen Fall eine dominierende Farbe sein, da das Passepartout sonst zu sehr ins Auge sticht.

Größe des Passepartouts

Der Passepartoutrand sollte möglichst breit gewählt werden. Das ist natürlich auch eine Kostenfrage, da das Außenmaß des Passepartouts das Maß des zu verwendenden Rahmens bestimmt. Man kann aber einiges sparen, wenn man das Außenmaß des Passepartouts so wählt, dass es einem Standardmaß für Bilderrahmen entspricht. Die teure Maßanfertigung eines Rahmens kann dann entfallen. Auch wenn das Bild in einem Sondermaß vorliegt, kann man so die Kosten für die Einrahmung begrenzen. Ein Passepartout mit maßgefertigtem Ausschnitt ist immer noch günstiger als ein maßgefertigter Bilderrahmen.

Material

Passepartoutkarton gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen. Einer der führenden Hersteller von Passepartoutkarton, Crescent, unterscheidet z.B. drei Qualitäten: Decorative Matboard, Conservation Matboard und Cotton Matboard.

Decorative Matboard, gute Standardqualität

Dieser Karton besteht aus einem säure- und ligninfreien Kern aus Zellulose und farbigem Oberflächenpapier. Es ist wichtig, dass ein Passepartout säurefrei ist, da Säure über einen längeren Zeitraum (mehrere Jahre) das Bild angreifen kann, es vergilbt. Dieser Karton ist daher leicht basisch mit Kalziumkarbonat gepuffert. Er ist für die Rahmung von Postern, Kunstdrucken oder einfachen Bildern geeignet.

Conservation Matboard, bessere Qualität

Hier wird speziell behandelte Alphazellulose verwendet. Der Kartonkern und das Oberflächenpapier sind säure- und ligninfrei. Der Karton ist mit Kalziumkarbonat basisch gepuffert und erreicht einen pH-Wert von 7.5 bis 9.5. Damit ist diese Art Karton auch für die Rahmen von wertvolleren Bildern, z.B. von limitierten Auflagen geeignet. Er entspricht dem Mindeststandard für die konservierende Einrahmung.

Cotton Matboard, Museumsqualität

Die Spitzenklasse der Passepartoutkartons besteht nicht mehr aus Zellulose, die immer Säure enthalten kann und daher basisch gepuffert werden muss. Stattdessen wird Baumwolle verwendet. Diese ist garantiert säurefrei und damit ist diese Passepartoutqualität auch für die Einrahmung wertvoller Originale bestens geeignet. Allerdings hat der Herstellungsaufwand und die Qualität auch Ihren Preis. Man sollte daher je nach dem zu rahmenden Bild die passende Qualitätsstufe wählen.